TIPPS

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    Berücksichtigen Sie der Wahl des Reifens für Ihr Fahrzeug die Gesetzgebung in Ihrem Land und die von den Fahrzeug- und Reifenherstellern empfohlene Ausrüstung: Reifengröße, Tragfähigkeitsindex, Geschwindigkeitsindex, Bauweise usw.

    Berücksichtigen Sie die verschiedenen Einsatzbedingungen. Beachten Sie dabei Ihre eigenen Erwartungen (Laufleistung, Wintertauglichkeit, Einsatz unter extremen Bedingungen usw.), um den am besten geeigneten Reifen zu finden.

     

    VORSICHTSMAßNAHMEN

    Wenn die ursprüngliche Ausrüstung des Fahrzeugs geändert wird, prüfen Sie, ob die vorgesehene Lösung den gesetzlichen und technischen Vorgaben entspricht. In einigen Ländern muss ein so verändertes Fahrzeug eine behördliche Zulassung erhalten.

    Lassen Sie einen gebrauchten Reifen vor der Montage von einem Fachmann überprüfen, um ihre Sicherheit und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zu gewährleisten.

    Auf derselben Achse wird die Montage von Reifen mit ähnlichem Abriebsniveau empfohlen. Manche Länder schreiben hier eine maximale Differenz vor. Je nach Land ist es entweder Pflicht, auf derselben Achse Reifen mit identischem Profil zu montieren, oder dies wird zumindest empfohlen.

    Verwenden Sie nie einen Reifen außerhalb seiner technischen Eigenschaften, für die er zugelassen wurde. Einstellungen der Fahrzeuggeometrie außerhalb der Vorgaben des Fahrzeugherstellers können sich negativ auf die Leistung des Nutzfahrzeugreifens auswirken.

    Ein unsachgemäßer Gebrauch bzw. die falsche Wahl des Nutzfahrzeugreifens kann ebenfalls zu einer vorzeitigen Ermüdung diverser mechanischer Komponenten beitragen.

     

    DIE WAHL DES RICHTIGEN REIFENS

    Übersicht über Achspositionen der Reifen
    Man unterscheidet grundsätzlich zwischen drei Achstypen bei Nutzfahrzeugen: Lenkachse, Antriebsachse und Trailerachse. Für die Sicherheit und verbesserte Rentabilität ist die passende Ausrüstung der Fahrzeuge und die Einhaltung bestimmter Auswahlkriterien von großer Bedeutung.

    Reifen mit den Profil „T“ sind eigens auf die Anforderungen an die Trailerachse zugeschnitten, und sind nicht für die Montage auf Lenkachsen von Kraftfahrzeugen geeignet und vorgesehen. TIGAR/ RIKEN/ ORIUM übernimmt keinerlei Verantwortung für Schäden, die aufgrund von unsachgemäßem Einsatz auftreten, der den TIGAR/ RIKEN/ ORIUM Hinweisen nicht entspricht

    Für  die Ausrüstung der Lenkachse:
    sind ausschließlich die Profile „F“ und „Z“ vorgesehen. Dabei handelt es sich um Reifenprofile, die eigens auf die spezifischen Anforderungen der Lenkachsen von Kraftfahrzeugen zugeschnitten sind, wie beispielsweise dynamische Achslast, Winkelstellungen der Achsgeometrie oder hohe Kilometerlaufleistung.

    Für die Ausrüstung der Antriebsachse:
    sind ausschließlich die Profile „D“ und „Z“ vorgesehen. Die Profile „D“ sind eigens auf die spezifischen Anforderungen der Antriebsachsen zugeschnitten, wie beispielsweise Übertragung der Antriebs- und Bremsmomente, Montage in Zwillingsbereifung oder höchste Achslast des gesamten Lastzuges. Reifen mit den Profilen „Z“ können auf der Antriebsachse montiert werden, doch für den Einsatz auf dieser Achse ist die Gewichtung der Leistungsmerkmale bei Reifen mit den Profilen „D“ optimal. Bei manchen Einsatzarten sind die Profile „Z“ ebenfalls auf die Antriebsachse zugeschnitten, beispielsweise für den Einsatz im Stadtverkehr.
    Wir empfehlen keine Montage von runderneuerten Reifen auf der Vorderachse von Kraftfahrzeugen.

    Für die Ausrüstung der Trailerachse:
    sind ausschließlich die Profile „T“ und „Z“ vorgesehen. Diese Profile sind eigens auf die Anforderungen an die Trailerachse zugeschnitten, wie beispielsweise statische und dynamische Achslast, Querschruppen und hohe Kilometerlaufleistungen auf den mittleren Achsen. Reifen mit den Profilen „T“ haben einen an Trailer (Anhänger, Auflieger) angepassten Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex. Bei der Montage von Reifen mit „Z“-Profilen muss überprüft werden, ob Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex den Anforderungen der Achse entsprechen. TIGAR/ RIKEN/ ORIUM Reifen mit den Profilen „T“ tragen in Europa die Markierung „FRT“ (Free Rolling Tyre). Dies ist ein ETRO*-Standard. Daher dürfen diese Reifen niemals auf der Lenk- oder Antriebsachse montiert werden.

    Die Markierung FRT:
    Die Markierung FRT ist in der Regelung Nr. 54** unter Punkt 3.1.15 offiziell beschrieben: Die Markierung „FRT“ betrifft Reifen, die eigens für Trailerachsen ausgelegt sind (Reifen für gezogene Achsen). Diese Verordnung gilt für alle Neureifen, die auf europäischem Gebiet eingesetzt werden. Das bedeutet, dass die Reifen mit der Markierung FRT nur für die Montage auf Trailerachsen zugelassen sind und auf keiner anderen Achsart montiert werden dürfen.
    TIGAR/ RIKEN/ ORIUM übernimmt keinerlei Verantwortung für Schäden, die aufgrund von unsachgemäßem Einsatz auftreten, der den o.g.  Hinweisen nicht entspricht.

    ** Regelung Nr. 54 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN/ECE) - Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung der Luftreifen für Nutzfahrzeuge und ihre Anhänger


  • REIFENMONTAGE, -WARTUNG & -LAGERUNG

    Bitte beachten Sie bezüglich der Reifenmontage die Vorschriften des jeweiligen Landes und bedenken Sie, dass auf derselben Achse die Montage derselben Reifenart nötig sein kann. 

    Dies bedeutet, dass Sie Reifen mit unterschiedlichem Laufflächenprofil montieren können, wenn diese Folgendes aufweisen:

    • dieselbe Marke 

    • dieselbe Größe

    • dieselbe Bauweise (radial oder diagonal)

    • dieselbe Nutzungskategorie (Straße, Spezial, Winterreifen mit 3PMSF- und M+S-Kennzeichnung)

    • denselben Tragfähigkeitsindex

    • und denselben Geschwindigkeitsindex

    Für optimale Reifenleistung empfehlen wir allerdings die Montage von Reifen mit demselben Laufflächenprofil auf derselben Achse.

    Sollte dies nicht möglich sein, raten wir zur Doppelbereifung desselben Typs.

    MONTAGE VON NACHGESCHNITTENEN REIFEN

    Bitte beachten Sie bezüglich der Montage von nachgeschnittenen Reifen die Vorschriften des jeweiligen Landes.

    MONTAGE VON RUNDERNEUERTEN REIFEN

    Die europäische Verordnung Nr. 109 schreibt vor:

    1. Fall: GLEICHE MONTAGE (RUNDERNEUERT - RUNDERNEUERT) AUF DER ACHSE

    a) Die technischen Eigenschaften der auf einem Fahrzeug montierten runderneuerten Reifen müssen gleich sein:

    • Runderneuerungsmarke

    • Reifengröße

    • Reifenbauweise

    • Geschwindigkeits- und Tragfähigkeitsindex

    • Laufflächentyp

    b) Es wird davon ABGERATEN, auf derselben Achse runderneuerte Reifen von verschiedenen Runderneuerern zu montieren, unabhängig von der Karkassenmarke. 

    c) Es ist ERLAUBT, runderneuerte Reifen von denselben Runderneuerern zu montieren, unabhängig von der Karkassenmarke.

    2. Fall: GEMISCHTE MONTAGE (NEU & RUNDERNEUERT) AUF DERSELBEN ACHSE

    Wir empfehlen, Reifen auf derselben Achse zu mischen, wenn:

    a) Die Marke des runderneuerten & neuen Reifens dieselbe ist.

    b) Die Karkassenmarke dieselbe ist.

    c) Die folgenden technischen Eigenschaften des runderneuerten & neuen Reifens auf derselben Achse gleich sind:

    • Reifengröße

    • Bauweise (radial oder diagonal)

    • Geschwindigkeits- und Tragfähigkeitsindex

    • Laufflächentyp (Straße, Gelände, 3PMSF- & M+S-Kennzeichnung)

    Runderneuerte Reifen sind für die Nutzung auf Antriebs- und Anhängerachsen konzipiert und hergestellt.

    Wir raten nicht zur Montage von runderneuerten Reifen auf der vorderen Lenkachse des Lkw.

    Bitte beachten Sie bezüglich der Montage von runderneuerten Reifen auf derselben Achse die Vorschriften des jeweiligen Landes.

    WARTUNG

    Wir empfehlen die Prüfung auf: 

    -  Ungleichmäßigen Verschleiß, Löcher, Schnitte, sichtbare Verformungen der Reifenschultern, der Flanken oder des Flanschbereichs 

    -  Felgenschäden, gemeinsam mit einem Reifenspezialisten 

    Fahren Sie nie mit Reifen, die Schäden wie verformter oder freiliegender Wulstdraht, abgelöster Gummi oder abgelöste Stahllagen, Schäden durch Schmiermittel oder Ätzstoffe und Flecken oder Abrieb des Innengummis nach Fahren mit Unterdruck aufweisen. Reifen, die einen der obigen Schäden aufweisen, müssen demontiert, entsorgt und recycelt werden. Gehen Sie bei jeder Fahrzeuginspektion sicher, dass die Ventilkappen in gutem Zustand sind. Tauschen Sie sie im Zweifelsfalle aus.

    Beim Positionswechsel wird ein Reifen in einer anderen Position am Fahrzeug montiert.

    Beim Drehen auf der Felge wird der Reifen von der Felge abgezogen und andersherum wieder aufgezogen.

    LAGERUNG

    Bedingungen für gute Reifenlagerung:

    • Sauberer, trockener und gut gelüfteter Lagerort mit mäßigen Temperaturen, geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung und Witterung

    • In ausreichender Entfernung von Chemikalien, Lösungsmitteln und Kohlenwasserstoff, die die Eigenschaften des Gummis ändern können

    • In ausreichender Entfernung von Gegenständen, die in den Reifen eindringen können (Metallspitzen, Holz usw.)

    • In ausreichender Entfernung von Hitze, Flammen, glühenden Körpern, Geräten, die Funken oder Stromstöße abgeben können, und Ozonquellen (Transformatoren, Elektromotoren, Schweißaggregate usw.)

    Bei der gestapelten Lagerung sichergehen, dass die Reifen nicht verformt werden. Wenn sie länger gelagert werden sollen, Reifenposition wechseln (Reihenfolge der Reifen im Stapel umkehren), damit die ältesten Reifen zuerst entnommen werden können. Das Stauchen der Reifen unter Gegenständen vermeiden.

     

  • Für optimale Sicherheit, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit ist es wichtig, die richtige Reifenspezifikation einzusetzen. Dies kann durch die Einhaltung bestimmter Auswahlkriterien erfolgen.

     

    Schritt 1: DIE RICHTIGE REIFENGRÖSSE ERMITTELN
    Die maximale Achslast wird vom Fahrzeughersteller in Bezug auf die gültigen gesetzlichen Vorschriften vorgegeben. Wird die jeweilige Achse mit Reifen bestückt, deren Tragfähigkeit höher ist, darf dennoch die zulässige Achslast des Fahrzeugherstellers nicht überschritten werden.

     Jeder Reifengröße sind die entsprechenden Radgrößen zugeordnet, insbesondere im Hinblick auf die Maulweite. Ziehen Sie hierzu bitte das ETRTO-Handbuch und/oder die Empfehlungen des Fahrzeugherstellers zurate.

     Wird ein Reifen auf einer nicht freigegebenen Felge montiert, kann dies Schäden am Rad und/oder am Reifen, eine nicht optimale Bodenaufstandsfläche, übermäßige Walkarbeit der Karkasse und damit Beeinträchtigungen der Sicherheit, des Handlings, der Haftung und der Lebensdauer der Reifen zur Folge haben

     

    Schritt 2: DEN EINSATZBEREICH FÜR DEN REIFEN DEFINIEREN
    Die TIGAR Produktpalette umfasst drei Einsatzbereiche, die den unterschiedlichen Anforderungen der Transportunternehmen gerecht werden. Für die richtige Auswahl der Reifen müssen die Einsatzart der einzelnen Bereiche berücksichtigt werden:

    - Road Nah- und Fernverkehr
    - Urban Innerstädtischer Verkehr
    - On Off Straße/Baustelle oder Baustelle/Steinbruch

     

    Schritt 3: DIE RELEVANTEN REIFENVORTEILE ERMITTELN
    TIGAR/ RIKEN/ ORIUM Reifen bieten je nach den spezifischen Bedürfnissen der Transportunternehmen und nach den Einsatzgebieten unterschiedliche Vorteile.

     

    Schritte 4: DAS RICHTIGE PROFIL AUSWÄHLEN
    Bei der Auswahl der Reifenprofile sind unbedingt gewisse Regeln einzuhalten (siehe DIE WAHL DES RICHTIGEN REIFENS)

  • Reifen bestehen aus vielen unterschiedlichen Materialien, deren Eigenschaften sich im Laufe der Zeit verändern können. Diese Veränderungen sind abhängig von den Lagerbedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit, Lagerposition usw.) und von Einsatzbedingungen der Reifen wie Belastung, gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit, Reifenfülldruck, Zustand der Räder usw.

    Die Faktoren, die zur Alterung des Reifens beitragen, sind veränderlich und schwierig zu messen. Daher muss neben einer regelmäßigen Sichtprüfung und Druckkontrolle durch den Nutzer eine regelmäßige Untersuchung durch einen qualifizierten Reifenfachmann erfolgen, der über den weiteren Einsatz des Reifens entscheiden kann.

    Diese Untersuchung des Reifens muss ab dem 5. Jahr nach seinem ersten Einsatz bzw. ab dem 8. Jahr nach seinem Herstellungsdatum mindestens einmal im Jahr  erfolgen.

    Reifen ab einem Alter von 10 Jahren dürfen nicht auf der Vorderachse von Lkw und Bussen eingesetzt werden. Genutzt werden sollte ein solcher Reifen auf der Trailerachse.

    Wenn diese Hinweise nicht befolgt werden, können die Leistungsfähigkeit und das Fahrverhalten des Fahrzeugs beeinträchtigt werden und / oder Reifenpannen auftreten, welche die Sicherheit der Nutzer und anderer Verkehrsteilnehmer gefährden können. Michelin übernimmt keinerlei Verantwortung für Schäden, die aufgrund von oder während unsachgemäßen Einsatzes auftreten, der den Michelin Hinweisen nicht entspricht.

     

    PROFILTIEFE ZWEIER REIFEN AUF DER GLEICHEN ACHSE
    Wir weisen darauf hin, dass der Unterschied zwischen den Profiltiefen der Hauptrillen zweier Reifen, die auf der gleichen Achse montiert sind, im gleichen Abschnitt des Reifenzyklus nicht mehr als 5 mm betragen sollte (nachgeschnitten / nicht nachgeschnitten).

     

    ABRIEB  DER REIFEN
    Für Deutschland und die Schweiz gilt:
    Die Tiefe der Hauptprofilrillen darf (in der Sommer- und Winterperiode) an keinem Punkt des Reifens 1,6 mm unterschreiten.

    Für Österreich gilt:
    Die Tiefe der Hauptprofilrillen darf an keinem Punkt des Reifens in der Sommerperiode 2 mm unterschreiten.
    In der Winterperiode (Lkw: 01.11. -15.04. und Bus: 01.11. bis 15.03.) darf die Mindestprofiltiefe 5 mm für Radialreifen bzw. 6 mm für Diagonalreifen nicht unterschreiten.

    Wenn die Reifen die gesetzlich vorgeschriebenen oder technischen Abnutzungsgrenzen erreicht haben, müssen sie abmontiert und ersetzt werden.
    Im Falle ungewöhnlicher Abnutzungserscheinungen oder ungleichmäßigem Abrieb der Reifen auf der gleichen Achse muss ein Reifenfachmann zurate gezogen werden.


    REIFENREPARATUR
    Über die gesamte Einsatzdauer hinweg ist der Reifen einer Menge von Anforderungen ausgesetzt und kann auf verschiedene Art und Weise beschädigt werden.

    Es ist gefährlich, die Verletzung eines Reifens zu vernachlässigen. TIGAR/ RIKEN/ ORIUM Nutzfahrzeugreifen können unter bestimmten Bedingungen repariert werden. Diese Möglichkeit ist bereits bei der Reifenentwicklung vorgesehen worden.

    Nicht alle Reifenschäden können jedoch repariert werden.

    Die Reparatur eines Reifens muss von qualifizierten und geschulten Fachleuten vorgenommen werden. Für die Richtigkeit und die Qualität der Reifenreparatur ist immer allein derjenige verantwortlich, der sie vornimmt.

    Vor der Reparatur wird ein Reifen stets abmontiert und innen sowie außen sorgfältig vom Fachmann geprüft.

    LKW WINTERREIFEN
    Der  M+S-Kennzeichnung liegt kein normiertes Testverfahren zugrunde.
    Die Schneeflockenmarkierung (3PMSF) auf der Reifenflanke, weist darauf hin, dass der Reifen einen normierten Praxistest [siehe Regelung Nr. 117 (UN/ESE)] unter speziellen definierten Bedingungen bestanden hat und so ein Mindestmaß an Wintereigenschaften garantiert.

     

    MONTAGE EINES REIFENS
    Vor  Beginn der Reifenmontage muss die Konformität und Kompatibilität des Reifens mit dem Rad und dem Fahrzeug festgelegt werden. Die korrekte Reifenmontage, die mit den empfohlenen Arbeitsmethoden und in Übereinstimmung mit den geltenden Sicherheitsbestimmungen durchgeführt wird, trägt dazu bei, die volle Leistung des Reifens auszuschöpfen.

     
    REIFENFÜLLDRUCK
    Reifen  bilden den einzigen Kontakt zwischen Fahrzeug und Straße. Sie sind maßgeblich für die Sicherheit von Personen wie auch der transportierten Güter verantwortlich. Optimieren Sie Ihren Reifenfülldruck für den sicheren Transport, Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und die Verlängerung der Lebensdauer Ihrer Nutzfahrzeugreifen.

    Der Reifenfülldruck sinkt im Laufe der Zeit aufgrund von verschiedenen äußeren Einflüssen. Um hier entgegen zu wirken, ist eine regelmäßige Kontrolle aller Reifen (inkl. Reserverad) zwingend erforderlich.

    Berücksichtigen Sie auf jeden Fall den vom Fahrzeug- oder Reifenhersteller empfohlenen Fülldruck. Der Fülldruck muss immer der Belastung und dem Einsatz des Fahrzeugs entsprechen.

    Das Fahren mit Unterluftdruck kann einen schnellen und unregelmäßigen Verschleiß verursachen sowie eine abnormal erhöhte Reifentemperatur bewirken und schließlich zu einer Beschädigung der inneren Reifenbestandteile führen.
    Solche Beschädigungen sind irreversibel und können zum plötzlichen Luftverlust und somit zum Ausfall des Reifens führen.
    Die Auswirkungen des Fahrens mit Unterluftdruck müssen nicht unmittelbar auftreten und können sich auch längere Zeit nach Wiederherstellung des korrekten Reifenfülldrucks zeigen.

    Das Fahren mit Überluftdruck kann einen schnellen und unregelmäßigen Verschleiß verursachen und zu einer erhöhten Empfindlichkeit bei Anprall führen (Beschädigung der Lauffläche, Bruch der Karkasse).

    Generell verringert ein falsch eingestellter Reifenfülldruck die Fahrsicherheit sowohl bei trockener wie auch nasser Fahrbahn.


    WICHTIGE VORSICHTSMAßNAHMEN

    - Durch die Walkarbeit während der Fahrt erwärmt sich der Reifen und somit erhöht sich der Reifenfülldruck. Deshalb niemals Luft ablassen, wenn der Reifen warm ist.
    - Überprüfen Sie den Reifenfülldruck immer am kalten Reifen!
    - Niemals einen Reifen wieder aufpumpen, der mit Unterluftdruck gefahren wurde, ohne ihn außen und innen sorgfältig zu untersuchen.
    - Wir raten strikt davon ab, einen Nutzfahrzeugreifen mit mehr als 10 bar am kalten Reifen aufzupumpen.
    - Ein Reifenfülldruck, der am kalten Reifen um 0,6 bar oder mehr unter dem empfohlenen Reifenfülldruck liegt, ist sofort zu korrigieren.
    - In jedem Fall sind die gültigen gesetzlichen Bestimmungen des Landes einzuhalten.
    - Verwenden Sie ein genaues, geeichtes Manometer in einwandfreiem Funktionszustand.
    - Weist ein warmer Reifen einen niedrigeren Fülldruck als empfohlen auf, muss er demontiert und überprüft werden. Dabei sind die Sicherheitsvorschriften einzuhalten.
    - Ist ein Reifen deutlich heißer als die anderen, muss er ebenfalls unter den gleichen Bedingungen demontiert werden.
    - Alle Reifen auf der gleichen Achse sollten normalerweise den gleichen Fülldruck aufweisen.
    - Nach der Neumontage von Reifen muss der Reifenfülldruck nach 24 Stunden überprüft werden. Dieser sollte den ursprünglichen Fülldruck um nicht mehr als 5 % unterschreiten.
    - Der vom Fahrzeug- oder Reifenhersteller empfohlene Reifenfülldruck muss eingehalten werden.

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